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Oft sind wir uns nicht sicher, ob uns der Partner wirklich liebt.

Wir glauben zwar zu wissen, dass er es tut, aber warum fühlt es sich häufig nicht so an? Mein Partner seinerseits scheint trotz all meiner Liebesbekundungen auch nicht wirklich sicher zu sein. Was ist da los? Wie kommt es zu dieser Unsicherheit, gerade da, wo wir es doch so sehr brauchen, bestätigt zu werden, geliebt zu werden, nicht in ständiger Angst leben zu müssen? Wie können wir richtig lieben?

Die Antwort geben uns die 5 Sprachen der Liebe. Richtig geliebt fühlst du dich, wenn du Lob und Anerkennung, Zärtlichkeit, konzentrierte Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Geschenke in deinem Leben hast. Alle Menschen haben grundsätzlich diese Bedürfnisse, doch eines davon ist die sogenannte Muttersprache der Liebe. Bekommst du davon zu wenig, fühlst du dich nicht geliebt.

Okay, nun mal langsam. Das soll so einfach sein? Komischerweise habe ich in meiner 25 jährigen Beratungsarbeit mit allen Altersgruppen sowie Paaren aus allen sozialen Schichten erlebt, dass das stimmt. Gary Chapmann erklärt in seinem Buch „Die fünf Sprachen der Liebe“ wie es funktioniert. Grundsätzlich haben alle Menschen das Bedürfnis nach diesen 5 Dingen:

Lob und Anerkennung

Jeder Mensch braucht Anerkennung, Lob und Ermutigung. Ist es nicht der Stoff, auf dem die ganzen Hollywood Filme sind: Ein kleines Mädchen, dass sich sein Leben lang wünscht, wie eine Prinzessin zu sein. Und schließlich als Erwachsene kommt der Prinz (oder wer auch immer) und bestätigt sie genau darin: Du bist wunderschön, einzigartig, etwas Besonderes. Wir sehnen uns alle danach, diese Bestätigung zu bekommen. Nicht nur kleine Mädchen! Die Jungs ebenso: Auch sie wollen hören, dass sie etwas richtig gut gemacht haben, eine herausragende Leistung erbracht haben, vielleicht sogar ein Held sind.

 

Zärtlichkeit

Wir brauchen alle Körperkontakt. In meinem Religionsbuch in der Schule war diese altbekannte Studie aus dem 13. Jahrhundert. Damals hatte Kaiser Friedrich II. Neugeborene aufgeteilt, um herauszufinden, was das wichtigste Bedürfnis des Menschen ist. Die eine Gruppe wurde nur gefüttert und gewickelt. Es gab keinerlei Körperzuwendung, Streicheleinheiten etc. Die zweite Gruppe wurde neben Füttern und Wickeln auch auf den Arm genommen und gestreichelt. Die komplette erste Gruppe der Babys starb. Körperkontakt ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir fühlen uns geliebt, wenn uns jemand berührt. In der Partnerschaft muss das nicht unbedingt Sexualität sein.

 

Konzentrierte Aufmerksamkeit

Konzentrierte Aufmerksamkeit bedeutet, dass sich der Gesprächspartner einem ganz widmet. Man hört sich wirklich zu, verbringt Zeit zu zweit und sieht sich in die Augen. Man unternimmt gemeinsam etwas Schönes, geht zusammen einen Kaffee trinken, macht einen Ausflug, einen Spaziergang etc. Diese Zweisamkeit sollte „zu Zweit“ stattfinden, nicht im Rahmen einer Gruppe oder der Familie.

 

Hilfsbereitschaft

Du fühlst dich geliebt, wenn dir Menschen helfen. Das Gegenteil veranschaulicht immer, wie stark solche ein Bedürfnis ausgeprägt ist. Wie fühlst du dich, wenn du in der Schule nicht weiter weißt, und keiner interessiert sich dafür? Wie geht es dir, wenn du total überfordert mit Arbeit bist und dein Partner sitzt auf der Coach und schaut gemütlich fernsehen? Obwohl du doch derjenige bist, der ihm immer hilft?

Geschenke

Nicht nur am Valentinstag freuen wir uns über Geschenke. Dabei ist der Preis nicht das Ausschlaggebende. Ein Geschenk bedeutet, mein Partner hat in der Zeit, in der er von mir getrennt war, an mich gedacht und sich die Mühe gemacht, mir etwas zu kaufen oder zu basteln oder, oder.

Deine Muttersprache der Liebe

Nun verhält es sich so, dass zwar jeder Mensch alle 5 Sprachen der Liebe braucht, allerdings ist eine Sprache immer sehr viel stärker ausgeprägt: Deine Muttersprache der Liebe. Wird dir diese Muttersprache der Liebe entgegen gebracht, fühlst du dich richtig geliebt. Vielleicht geht es dir so, dass du am liebsten mit deinem Partner alleine bist, etwas mit ihm unternimmst, dich mit ihm unterhältst. Dann bist du oft frustriert, wenn dein Partner selten Zeit hat oder ihr bei euren Treffen nie allein seid, immer Familie oder Freunde anwesend sind. Oder du hast die Liebessprache Geschenke, aber dein Partner bringt dir nie etwas mit. Nicht mal eine Blume. Oder du brauchst es, einfach in den Arm genommen zu werden, gehst gerne Hand in Hand oder liebst es, dich beim Fernsehen mit deinem Partner aufs Sofa zu kuscheln. Dann ist es so, als würde dein Partner ein Problem mit dir haben, wenn er es nicht gerne hat, in der Öffentlichkeit kleine Zärtlichkeiten auszutauschen. 0der er beim Fernsehen lieber alleine in seinem Sessel sitzt. Vielleicht denkst du auch: Toll, mein Partner bringt mir ständig Blumen mit und erzählt mir, wie sehr er mich liebt, aber er hebt nicht mal seine dreckige Wäsche auf oder bringt den Müll raus. Oder er räumt ständig hinter dir her, aber du hast das Gefühl, er liebt dich nicht, da er es dir ja nie sagt.

 

Richtig lieben

Finde deine eigene Liebessprache heraus. Überlege dir, was dir am meisten fehlen würde, wenn dein Partner es nicht täte. Das gleiche sollte dein Partner tun: Was fehlt ihm? Wie würde er sich geliebt fühlen? Meist ist deine eigene Liebessprache diejenige, die du auch dem Partner gibst. Natürlich, denn du glaubst ja, damit deine Liebe zeigen zu können. Frag ihn also, was er denkst, was deine Liebessprache ist. Dein Partner spricht jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit eine andere Liebessprache. Wenn ihr die Liebessprache des anderen kennt, könnt ihr dem Partner jeweils so begegnen, wie er es braucht und sich wünscht.

Das Ergebnis ist: Ihr werdet euch beide richtig geliebt fühlen!

 

Hier die 5 Beziehungskiller

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